Online-Banking für Studenten: wie lassen sich die Gefahren minimieren?

Online-Banking für Studenten

Die Digitalisierung ist gerade dabei, auch den Bankensektor nachhaltig zu verändern: immer mehr Fintech-Unternehmen drängen auf den Markt und bieten dieselben Leistungen wie eine klassische Bank an – nur deutlich günstiger und einfacher. Intelligente Algorithmen sorgen dafür, dass Nutzer das perfekte Anlageprodukt finden. Die klassischen Bankhäuser haben vor allem das Vertrauen der der Kunden in die Waagschale zu werfen, welches zumindest bei klassischen Bankgeschäften ungebrochen ist. Auch der Service verändert sich durch die Digitalisierung. Im Jahr 2014 nutzten erstmals mehr als die Hälfte aller Bankkunden Online-Banking. Die Verwaltung des eigenen Kontos im Internet birgt neben vielen Möglichkeiten aber auch einige Risiken.

Studenten nutzen Online-Banking besonders häufig

Insbesondere Studenten, die häufig schon mit digitalen Medien aufgewachsen sind, werden im Regelfall Online-Banking nutzen – und die unbestreitbaren Vorteile zu schätzen wissen. Eine Überweisung kann ganz einfach online durchgeführt werden, außerdem lässt sich ein lang ersehnter Geldeingang am Monatsanfang schnell und einfach überprüfen. Vor allem der Kauf im Internet wird durch das Online-Banking deutlich vereinfacht. Allerdings sollte keinesfalls außer Acht gelassen werden, dass auch Risiken drohen, die beim konventionellen Banking kaum eine Rollte spielen.

TAN-Verfahren nicht ohne Risiko

Eine beliebte Form des Angriffs zielt auf das mobile TAN-Verfahren ab. Dabei wird die für eine Überweisung notwendige TAN als SMS auf das Handy oder Smartphone übertragen. Einigen Kriminellen ist es allerdings gelungen, Trojaner auf dem Smartphone zu installieren, welches die bei der Bank gespeicherte Mobilfunknummer durch jene des Betrügers ersetzt. Dadurch kann die SMS umgeleitet und eine Überweisung auf ein Fremdkonto veranlasst werden. Aus ähnlichen Gründen ist auch das immer beliebter werdende Mobile-Banking, also das Online-Banking mit dem Smartphone durchaus kritisch zu betrachten. Immer wieder werden Meldungen veröffentlicht, nach denen im Google Playstore sogenannte Malware ausfindig gemacht wird. Die Schadsoftware tarnt sich als nützliche Anwendung und spioniert den Nutzer aus – insbesondere für das Online-Banking ist diese Tatsache heikel.

Regelmäßige Updates erhöhen Sicherheit auf dem Smartphone

Um den Risiken zu begegnen sollten Nutzer auf regelmäßige Aktualisierungen aller Apps und des Betriebssystems achten. Insbesondere Letzteres ist allerdings nicht immer möglich, weil viele Hersteller von notwendigen Sicherheitsupdates für ältere Smartphones absehen, um Kosten zu sparen. In diesem Fall sollten Studenten besser auf den konventionellen Rechner ausweichen und auf Bankgeschäfte mit dem mobilen Endgerät verzichten.

Überweisungen ins Ausland: besondere Gefahren berücksichtigen

Wer beispielsweise einen Auslandssemester absolvieren möchte, was aus unterschiedlichen Gründen durchaus empfehlenswert erscheint, muss häufig hohe Beträge ins Ausland transferieren – womöglich für Unterkunft oder Studiengebühren. In einem solchen Fall steht die Sicherheit in besonderem Maße im Vordergrund, weil der mögliche Schaden ungleich höher ausfällt. Weiterhin sollte beachtet werden, dass womöglich auch hohe Gebühren anfallen. Letzteres ist vor allem dann der Fall, wenn Überweisung den europäischen Zahlungsraum „SEPA“ verlässt und in ein Drittland fließt. In jedem Fall sollte sich auch im Vorfeld über den Wechselkurs informiert werden, denen die eigene Bank gewährt. Durch einen aus Kundensicht ungünstigen Kurs wird die Auslandsüberweisung zusätzlich verteuert. Die kann es sich durchaus lohnen, nach alternativen Dienstleistern Ausschau zu halten, die ebenso im Zuge der Digitalisierung im Bankensektor auf den Markt drängen – und dieselbe Dienstleistung zu deutlich günstigeren Konditionen erbringen.

Kann eine Online-Banking-Software die Sicherheit erhöhen?

Um diese Gefahren zu mindern, sollte eine sichere Online-Banking-Software eingesetzt werden. Üblicherweise wird Online-Banking mit dem Browser ausgeführt, was auf dem ersten Blick besonders komfortabel und einfach erscheint. Anwender sollten allerdings berücksichtigen, dass gerade hierbei die Risiken hoch ausfallen: beim sogenannten Phishing greifen Betrüger die eigenen Accountdaten ab, in dem eine gefälschte Website programmiert wird, die die jener der eigenen Bank optisch ähnelt. Auch sogenannte „Keylogger“ bergen Gefahren, weil diese die Zugangsdaten bei der Eingabe über die Tastatur aufzeichnen können. Eine Online-Banking-Software setzt genau an dieser Stelle an: das Konto wird sicher verwaltet und bietet zudem einen deutlich größeren Funktionsumfang als ein Internet Browser. So lassen sich diverse Konten bei verschiedenen Banken mit einer Software verwalten, außerdem können sämtliche Datenbewegungen zusätzlich verschlüsselt werden. Darüber hinaus werden zusätzliche Funktionen wie eine Budgetplanung – für Studenten häufig nicht ganz unwichtig – implementiert. Bei der Nutzung im Ausland kann nicht immer von einer sicheren und stabilen Internetverbindung ausgegangen werden. Die Software kann auch offline verwendet werden und führt eine beliebige Transaktion erst aus, wenn wieder eine Verbindung besteht. Damit die Übersicht nicht verloren geht, verfügen viele dieser Anwendungen auch über eine Suchfunktion, Erinnerungen oder gar Warnungen. Auf diese Weise wird verhindert, dass der Kontostand unbemerkt schrumpft.

Fazit: Online-Banking nicht ohne Risiken, Vorteile überwiegen

Am Ende zeigt sich: wer sich als Student im Ausland befindet und ein deutsches Konto verwalten möchte, kommt um das Online-Banking nicht herum – der Besuch der Bank Filiale ist natürlich keine Option mehr. Prinzipiell ist dagegen nichts einzuwenden, sofern sich der Nutzer einiger Gefahren bewusst ist. Um die Risiken von Diebstählen zu minimieren, sollte auf dem PC oder Smartphone eine hochwertige Online-Banking-Software eingesetzt werden. Neben zusätzlichen Verschlüsselungsverfahren sorgen die Anwendungen mit zusätzlichen Funktionen dafür, dass den angehenden Akademikern die Übersicht über die finanziellen Verhältnisse nicht verloren geht.

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